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Motorradfahren im Winter: 5 Tipps für die kalte Jahreszeit

30. November 2020

Wenn die Tage kürzer werden, der Frost schon morgens Muster auf die Scheiben malt und man beim Verlassen der warmen Wohnung seinen Atem wie Rauchzeichen aufsteigen sieht, ist für die meisten Biker die Saison vorbei. Motorradfahren ist schließlich ein Sport fürs Warme, im Spätherbst kann man noch ein, zwei Touren riskieren, aber das war’s dann. Oder?

Wir vom Motorradhotel Traube Post in Graun im Vinschgau finden: Nein! Natürlich ist es Ihnen überlassen, ob Sie Ihr Bike einwintern oder die Fahrt durch Kälte und Schnee wagen wollen. Mit unseren Tipps sind Sie auf jeden Fall bestens gerüstet, wenn Sie sich doch für das Abenteuer Winterfahrt entscheiden:

Tipp Nr. 1: Das Motorrad braucht extra Pflege

Es gehört unabhängig vom Wetter zum guten Ton, seinem Bike aufmerksame Pflege zukommen zu lassen, doch besonders im Winter ist dies unumgänglich. Halten Sie Ihr Bike einwandfrei technisch in Schuss und säubern es regelmäßig von Salz, Dreck und Eis. Alle Metallteile sollten mit einem dafür gedachten kälteresistenten Öl geschützt und Lackteilen eine Politur mit Wachs spendiert werden. Nicht unbedingt nötig, aber sieht gut aus und verhindert zukünftiges übermäßiges Verdrecken. Radlager und Kette sollten im Winter extra gründlich eingefettet werden und das Kontaktspray für Schalter immer im Gepäck dabei sein. Selbstverständlich müssen Licht, Hupe, Blinker usw. gerade in der dunklen Jahreszeit über jeden Zweifel erhaben sein.

Tipp Nr. 2: Reifenprofil

Es gibt zwar keine Winterreifenpflicht für Motorräder, doch ist es unverantwortlich, mit kaum Mindestprofiltiefe durch nass-kalte und rutschige Straßenverhältnisse zu schlittern. Ziehen Sie die besten Reifen mit dem tiefsten Profil auf, die Sie kriegen können. Manche Hersteller bieten, trotz der fehlenden gesetzlichen Pflicht, extra dafür ausgelegte Winterreifen an. Spike-Reifen sind aber nach wie vor illegal!

Auch mit den Grip-stärksten Reifen sollten Sie es aber nicht übertreiben und eine direkte Fahrt durch Schnee oder über komplett zugefrorene Straßenstücke meiden. Zum Herumalbern im Schnee mag eine kleine Zweizylinder-Enduro mit Rallyereifen ganz vergnüglich sein, aber auf einer Hochleistungs-Straßenmaschine, die nicht für das Handling im Schnee ausgelegt ist, werden Sie bald böse Erfahrungen machen. Lieber auf der Straße bleiben, und das auch nur bei guten Verhältnissen.

Tipp Nr. 3: Kleidung und Wärme

Die beste Erfindung für Winter-Biker sind Heizgriffe. Kalte Finger tun sich schwer mit dem Lenken, Schalten und Bremsen, was verheerende Folgen haben kann. Handschuhe allein helfen hier oft nicht. Aber auch ohne direkten Einfluss auf die Fahrsicherheit ist warme, dicke Kleidung empfehlenswert. Ob Sie nun Ihre Sommerkleidung mit einem Thermo-Overall kombinieren oder sich eine spezielle Winterkombi gönnen, hängt von Ihrem Budget und Präferenz ab. Helle Farben und/oder Reflektoren sind besonders bei Fahrten am Abend Pflicht. Auf jeden Fall sollten Sie darunter Funktionswäsche tragen; Baumwolle ist zwar angenehm, aber nicht atmungsaktiv genug, was die Feuchtigkeit und Wärme stauen und Probleme mit sich bringen kann. Ebenfalls niemals verkehrt ist eine Sturmhaube unter dem Helm für zusätzlichen Kälteschutz. Abgerundet wird das Winter-Ensemble mit wasserdichten, optional gefütterten Handschuhen und Stiefeln.

Tipp Nr. 4: Klare Sicht

Apropos Helm: Das Visier ist im Winter besonders wichtig. Getönte Visiere sind ein No-Go, ebenso muss es kratzer- und dreckfrei sein, um Blenden und Streuung des einfallenden Lichts von der tiefstehenden Sonne oder entgegenkommenden Fahrzeugen am Abend zu verhindern. Gegen das lästige Beschlagen helfen spezielle doppelwandige Visiere mit Belüftung. Sollte man öfters in Gegenden mit schnellen Wetterumschwüngen und plötzlichem Schnee- oder Regenfall unterwegs sein, empfiehlt sich ein Visierwischer. Dieses kleine, gummierte Helferlein wird auf dem linken Zeigefinger befestigt und erfüllt die Funktion eines improvisierten Scheibenwischers.

Tipp Nr. 5: Fahrweise anpassen

Auch bei bestens geräumten Straßen und Temperaturen über dem Gefrierpunkt ist das Fahren im Winter immer mit Gefahr verbunden. Durch die Kälte haften die Reifen auch mit tiefem Profil schlechter am Boden. Manche Fahrschulen bieten spezielle Wintersicherheitskurse an, diese sind jedoch meist nicht nötig, wenn Sie Ihr Bike generell gut beherrschen. Passen Sie Ihren Fahrstil einfach etwas an und sparen Sie sich die Rennfahrerambitionen für den Sommer. Glatte Straßen und schlechtere Sicht mahnen zur Vorsicht, also möglichst rund fahren und enge Kurven und Überholmanöver vermeiden. Hartes Beschleunigen und abruptes Bremsen sollten natürlich vermieden werden, auch schnelle Lastwechsel in aufeinanderfolgenden Kurven sind nicht zu empfehlen.

Geräumte Straßen sind zudem keine Freikarte für Hochgeschwindigkeit. Rollsplit und Salz verhindern zwar das Ausrutschen auf Schneematsch, doch die feinkörnigen Steinchen können auf trockener Fahrbahn ebenso den Grip ruinieren und die Spur des Bikes verrutschen lassen. Generell gilt: Nutzen Sie die Fahrt im Winter, um die märchenhafte Aussicht auf den Schnee zu genießen, oder falls Sie unbedingt von A nach B kommen müssen. Spektakulären Nervenkitzel und Rekorde werden Sie von November bis März wahrscheinlich lieber „einwintern“ und auf den Frühling aufsparen.

Noch mehr Tipps rund ums Bike sowie Empfehlungen für die besten Touren in Südtirol erhalten Sie natürlich im Motorradurlaub im Vinschgau, bei uns im Hotel Traube Post in Graun!

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