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Bike-Frühlingsgefühle: Wie Sie Ihr Motorrad fit für die Bikesaison machen

14. April 2020

Das Bike richtig auswintern & startklar machen

Mit dem Frühling wachsen nicht nur erste Blumen und die Kraft der Sonnenstrahlen, sondern auch die Lust der Motorradfahrer, sich wieder in den Sattel zu schwingen. Die Gashand zuckt schon und am liebsten möchte man sein Bike aus dem Winterschlaf reißen, den Motor aufheulen lassen und sofort drauflos brausen!

…So einfach ist das leider nicht. Natürlich haben Sie hier einen Vorteil, wenn Sie Ihr Motorrad korrekt eingewintert und die notwendigen Vorkehrungen für einen relativ pflegeleichten Start in den Frühling getroffen haben. Wer sein Bike nach der letzten Tour mit leerer Batterie und blanken Reifen achtlos in die Garage geworfen hat, sieht sich jetzt mit ein wenig mehr Arbeit konfrontiert. Was jedoch beiden gemeinsam ist, ist die Notwendigkeit, das Motorrad kurz durchzuchecken und eventuelle Mängel zu beseitigen. Mit den Auswinter-Tipps unseres Aktiv und Wellnesshotels **** Traube Post haben Sie Ihr Bike im Handumdrehen wieder straßenfit und können die ersten warmen Sonnenstrahlen auf zwei Rädern genießen!

Eine grobe Grundreinigung des Motorrads von Staub und anderem Dreck ist nach der Lagerung immer zu empfehlen. Ob Sie dies nur mit einem feuchten Tuch oder dem Gartenschlauch erledigen müssen, hängt vom Grad der Verschmutzung ab. Auch die Verwendung von speziellen Reinigungsmitteln ist, außer bei hartnäckigen Flecken, meist wenn überhaupt nur für einzelne Antriebsteile notwendig. Sie können Ihr Bike nach Abschluss des Auswinterns jedoch, sofern Zeit und Möglichkeit besteht, mit einer Lack und Chromteile schützenden Politur versehen, um zukünftigen Dreck besser in Schach zu halten.

Batterie- und Flüssigkeitscheck

Als erstes sollten Sie sich der Batterie widmen. War diese an einem sogenannten Frischhaltegerät angeschlossen oder wurde anderweitig zwischendurch geladen, sollte sie einsatzbereit sein. Falls nicht, sollte sie sofort (am besten über Nacht) geladen werden, während Sie sich dem Rest des Check-Ups widmen. So müssen Sie, wenn alles andere erledigt ist, nicht allzu lange warten, um loszufahren. 

Ist die Batterie geladen, überprüfen Sie vor dem Einbau die Anschlüsse. Sie sollten sauber und rostfrei sein, andernfalls müssen Sie mit einem entsprechenden Spray und einem weichen Lappen etwas nachhelfen. Spezielle Anti-Korrosionsmittel hemmen hier weiteren Rostbefall und garantieren zuverlässigen elektrischen Kontakt. Auch den Stand der Batterieflüssigkeit sollten Sie falls nötig auffüllen, dies jedoch immer erst nach dem Laden. Beim Anschließen immer zuerst den Pluspol anklemmen!

Nun geht es an die diversen weiteren Flüssigkeiten. Ein Ölwechsel inklusive Filteraustausch ist immer ratsam, besonders wenn sich noch altes Öl im Bike befindet. Auch (bei entsprechenden Modellen) die Kühlflüssigkeit sollte erneuert oder zumindest nachgefüllt werden. Ganz wichtig ist Kontrolle und Austausch der Bremsflüssigkeit. Diese kann durch lange Lagerung ihre Konsistenz verändern und Blasen werfen, was bei späteren Bremsmanövern zu katastrophalen Fehlfunktionen führen kann.

Zu guter Letzt bleibt noch ein prüfender Blick in den Tank. Haben Sie vor dem Einwintern brav den verbleibenden Treibstoff abgelassen, sollte hier außer dem Nachfüllen vor der ersten Fahrt nicht viel zu tun sein. War jedoch noch Benzin darin, sollten Sie ihn eingehend auf Mängel untersuchen. Verdreckte Düsen können u.U. selbst ausgeblasen werden, für Schlimmeres (wie z.B. bei sehr alten Modellen Korrosion des Tankbodens) bleibt leider nichts als der Fachmann.

Bremsen, Kette und Reifen

Mit der Kontrolle der Bremsflüssigkeit ist es nicht getan. Auch die Bremsen selbst sollten überprüft werden. Sind Belagstärke, Leitungen und Züge in Ordnung? Übermäßig beschmutzte Bremsscheiben sollten zudem mit einem speziellen Reiniger und einem Lappen tüchtig abgerieben werden. Lange wird diese neugewonnene Sauberkeit zwar nicht halten, doch sollte man bei so einem wichtigen Bauteil keine Risiken eingehen

Die Kette benötigt ebenfalls Pflege. Überprüfen Sie Kettenblatt und Ritzel auf Beschädigungen und Verschleißerscheinungen, bevor Sie sie mit einem Fettentferner und einer Bürste gründlich von altem Fett und darin gebundenem Schmutz befreien. Dann kann die Kette neu geschmiert werden. Dies sollte keinesfalls erst kurz vor der ersten Ausfahrt geschehen; mindestens eine halbe Stunde braucht das Lösungsmittel zum Verdunsten. Manche Motorradfahrer schwören auf bis zu zwölf Stunden, das bleibt jedoch Ihnen überlassen. Schließlich können Sie dem Sitz der Kette noch etwas Aufmerksamkeit widmen. Hier gilt: Lieber zu lose als zu fest, eine zu stark gespannte Kette kann reißen während eine etwas zu lose gespannte nur den Fahrspaß trübt und leicht nachgezogen werden kann.

Nun sind die Reifen an der Reihe. Bei Rissen oder porösen Stellen sind sie sofort zu erneuern, aber auch eine fragwürdige Profiltiefe stellt hier ein Risiko dar. Dieses kann leicht mit einem sogenannten Profiltiefenmesser (und im Prinzip jeder breiteren Schieblehre) festgestellt werden. Ist das Profil flacher als 1,5 mm, sollten Sie über einen neuen Reifen nachdenken. Da Sie schon mal dabei sind, ist eine Überprüfung des Reifendrucks nicht verkehrt. Im Zweifelsfall lieber zuviel als zuwenig und später an der Tankstelle nachjustieren.
Tipp: Die oft vom Hersteller angebrachten Indikatoren sind keine große Hilfe zum Einschätzen der Reifenabnutzung, da sie die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Profiltiefe meist um fast die Hälfte unterbieten. Sind diese Verschleißindikatoren also bereits angewetzt oder gar bündig mit dem Rest des Reifens, schleunigst austauschen!

Letzte Überprüfungen und der erste Start

Haben Sie den Rest des Motorrads auf Herz und Nieren geprüft, geht es an die elektrische Anlage. Scheinwerfer, Blinker, Bremslicht, Hupe sowie falls vorhanden Start- und Killschalter sollten einwandfrei funktionieren. Was dies nicht oder nur hie und da tut, dem wird mit dem bei der Batteriepflege erwähnten Spray zu Leibe gerückt. 

Falls Sie Wert darauf legen oder es lange nicht mehr erledigt haben, bietet sich hier eine Schmierung der diversen beweglichen Teile und Gelenke am Bike an. Auf welcher Basis Sie hier das Schmiermittel wählen (Silikon, Teflon oder andere Mischungen) bleibt der persönlichen Präferenz überlassen. Hauptsache, es beseitigt schwergängige Funktion und Quietschen und verhindert Korrosion. Sowohl die Gelenke von Brems- und Kupplungshebel als auch mechanisch höher beanspruchte bewegliche Teile wie Haupt- und Seitenständer werden es Ihnen danken. 

So für die erste Jungfernfahrt nach dem Winter präpariert hofft man nun, dass die Maschine anspringt. Wurde eventuell noch vorhandener alter Kraftstoff durch frischen ersetzt und es tut sich trotzdem nichts, ist bei Einspritzern aufwändige Fehlersuche angesagt. Bei Vergasern kommt ein Starterspray als letztes Mittel zum Einsatz. Die Starthilfe wird, am besten im Freien, bei geöffneter Drosselklappe und drehendem Anlasser in den Luftfilter gesprüht, um dem Motor zünftig auf die Sprünge zu helfen.

Die erste Fahrt und das Auswintern des Fahrers

Nun sind Sie gerüstet für die erste Fahrt nach der Winterpause. Diese sollte über eine kurze Strecke und nicht unbedingt mit Rekordgeschwindigkeiten erfolgen. Zum einen, um die Funktion von Bremsen, Kupplung und anderen Bauteilen während der Fahrt zu beobachten, zum anderen, da Sie selbst nach der Pause auch ein paar Kilometer brauchen werden, um sich wieder auf das Bike und seine Handhabung einzuspielen. 

Haben Sie unsere Auswintertipps befolgt, steht dem perfekten Bike-Urlaub bei uns im Aktiv und Wellnesshotel **** Traube Post nichts mehr im Wege!

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